Zum Gedenken an

Manuel Belgrano

Entwarf die argentinische Flagge und starb, ohne den Arzt bezahlen zu können

Belgrano studierte in Spanien Recht und Ökonomie, kam voller Physiokraten und Adam Smith zurück und warb in Buenos Aires jahrelang für Freihandel, öffentliche Schulen, technische Ausbildung und Unterricht für Mädchen — Vorschläge, die ihn der Kolonialverwaltung lästig machten. Soldat war er nicht, doch als 1810 die Revolution kam, gab man ihm ein Heer, weil sonst niemand da war, und er lernte das Handwerk im Feld.

1812 ließ er am Ufer des Paraná eine weiß-hellblaue Fahne hissen, damit seine Truppen nicht länger unter spanischen Farben kämpften; die Regierung rügte ihn dafür, und heute ist es die Nationalflagge. Bei Tucumán und Salta siegte er, indem er den Rückzugsbefehl missachtete, und verlor danach zweimal schwer. Für seine Siege mit vierzigtausend Pesos bedacht, gab er die ganze Summe für die Gründung von vier Schulen. Er starb an Wassersucht an dem Tag, an dem Buenos Aires drei rivalisierende Gouverneure hatte und es niemandem auffiel, so arm, dass er seinen Arzt mit einer Uhr bezahlte. Er ruht im Hof von Santo Domingo, wo über seinem Grab die Fahne weht.

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