Zum Gedenken an

Rosa Luxemburg

Schrieb, Freiheit sei immer die Freiheit des Andersdenkenden

Luxemburg wurde in Russisch-Polen geboren, promovierte in Zürich, weil ihr die deutschen Universitäten verschlossen waren, und wurde eine der schärfsten ökonomischen Theoretikerinnen der europäischen Linken. Den Ersten Weltkrieg lehnte sie vom ersten Tag an ab und saß den größten Teil davon im Gefängnis, wo sie über die Vögel vor dem Fenster schrieb und über den Zusammenbruch einer sozialistischen Bewegung, die den Kriegskrediten zugestimmt hatte. Ihre Kritik an Lenin von 1918 enthält den Satz, Freiheit sei immer die Freiheit des Andersdenkenden — ein Einwand gegen eine Revolution, die Wahlen und freie Presse abschafft.

Nach der Novemberrevolution 1918 gründete sie mit Karl Liebknecht die Kommunistische Partei Deutschlands. Den Januaraufstand hielt sie für verfrüht und sagte das auch, unterstützte ihn aber, als er begonnen hatte. Am 15. Januar 1919 wurden beide von Freikorpstruppen ergriffen, mit Duldung einer sozialdemokratischen Regierung; sie wurde mit einem Gewehrkolben niedergeschlagen, erschossen und in den Landwehrkanal geworfen. Ihre Leiche fand man vier Monate später. Sie ruht in Friedrichsfelde, wo seit über hundert Jahren jeden Januar eine Gedenkdemonstration stattfindet.

Diese Seite wurde vom Projekt aus öffentlichen historischen Quellen verfasst.

In der Nähe und verwandt

Karl Liebknecht

1871–1919

Der einzige Abgeordnete, der 1914 gegen die Kriegskredite stimmte

Zentralfriedhof Friedrichsfelde, Berlin

Käthe Kollwitz

1867–1945

Künstlerin der Trauer und der Armen

Zentralfriedhof Friedrichsfelde, Berlin

Die Novemberpogrome

1938

1938 · in einer Nacht brannten Synagogen in Deutschland und Österreich

Neue Synagoge, Oranienburger Straße, Berlin

Fanny Mendelssohn Hensel

1805–1847

Schrieb über 460 Werke; ihre erste Sammlung erschien im Jahr ihres Todes

Dreifaltigkeitsfriedhof I, Friedhöfe vor dem Halleschen Tor, Kreuzberg, Berlin

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